Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen konnten die Moosburgerinnen während der Woche nicht wie gewohnt trainieren und auch zum Spiel reiste man mit nur neun Spielerinnen, die teilweise noch angeschlagen waren, nach Rottenburg. Um die Kräfte zu schonen, wurde vom Trainiergespann die Devise ausgegeben, lang im Angriff zu spielen und die sich bietenden Torchancen konsequent zu nutzen.
In den Anfangsminuten setzten die Mädels der SG Moosburg dies eins zu eins um und konnten bis zur zwölften Minute auf 7:1 davonziehen. Grundlage für diesen Start war nicht nur die gute Chancenauswertung, sondern eine wiederrum souveräne Abwehrleistung und die mannschaftliche Geschlossenheit. Im Angriff wurden die großen Räume genutzt und schön herausgespielte Treffer erzielt. Gegen die körperlich überlegene Gegenspielerin zeigte Luise Koch auf Außen eine sehr gute Leistung und erzielte sehenswerte Treffer. So wurde bis zum Halbzeitpfiff der Vorsprung noch auf 14:3 ausgebaut.
Die zweite Spielhälfte zeigte ein ähnliches Bild. Gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Moosburgerinnen fanden die Rottenburgerinnen kein Mittel. Moosburg eroberte ein ums andere Mal den Ball und münzte die Ballgewinne in leichte Treffer um. Aber die SGM war nicht nur über Konter gefährlich, auch das Zusammenspiel im Angriff wurde flüssig vorgetragen und dadurch schöne Tore herausgespielt.
Allerdings war gegen Ende der Spielzeit den Moosburgerinnen anzumerken, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. So wurde in der Abwehr nicht mehr konsequent gedeckt, wodurch Rottenburg noch einige leichte Treffer erzielen konnte. Dies tat der starken Leistung der Moosburgerinnen aber keinen Abbruch mehr, da trotz ein paar unnötiger Gegentreffer der Vorsprung bis zum Schluss noch auf 20 Tore ausgebaut werden konnte.
Letztendlich stand ein 33:13-Erfolg für die SGM zu Buche, der den Mädels hoffentlich nochmals Selbstbewusstsein gibt. Mit den guten Leistungen der beiden letzten Spiele im Gepäck geht es im nächsten Spiel gegen den Ligaprimus TG Landshut. Dort dürften zwar keine zwei Punkte zu holen sein, allerdings kann man auf dieser Leistung aufbauen und zumindest versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten.
Für die SGM spielten (Tore/davon 7-Meter):
Mona Schiller (Tor), Luise Koch (5), Parnia Hosseini, Louisa Kaiser (6), Saida Tairou, Anika Bernitz, Leila Zelei Egeresi, Nina Hattenkofer (12), Lena Damke (10/1).




