Zum Auftakt in die neue Saison der Bezirksoberliga wartete auf die weibliche B-Jugend der SG Moosburg gleich eine echte Standortbestimmung.
Mit dem TSV München-Allach trafen die Moosburgerinnen auswärts auf einen Mitfavoriten um die Meisterschaft.
Die Nervosität im ersten Saisonspiel war der jungen Mannschaft dabei zunächst deutlich anzumerken. Am Ende musste sich die SGM mit 18:30 (8:18) geschlagen geben.
Die Gastgeberinnen erwischten den deutlich besseren Start und konnten der SGM von Beginn an den Schneid abkaufen. Mit druckvollem und temporeichem Angriffsspiel stellte Allach die Moosburger Abwehr immer wieder vor Probleme. Nach nicht einmal sechs Minuten lag die SG bereits mit 0:4 zurück, ehe Lena Damke den ersten Moosburger Treffer erzielte. Auch danach bestimmten die Münchnerinnen das Geschehen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus.
Gleichzeitig tat sich Moosburg in der ersten Hälfte schwer, Lösungen gegen die kompakte gegnerische Defensive zu finden.
Zwar gelangen Nina Hattenkofer und Franziska Koch im weiteren Verlauf einige wichtige Treffer, doch Allach hielt das Tempo hoch und bestrafte Fehler konsequent.
So ging es mit einem deutlichen 8:18-Rückstand in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die SG Moosburg jedoch ein anderes Gesicht. Die Mannschaft fand zunehmend besser in die Partie, spielte mutiger nach vorne und hielt nun wesentlich besser dagegen. Vor allem Lena Damke, Raha Rayat-Manesh und Nina Hattenkofer konnten sich offensiv immer wieder gut in Szene setzen.
Auch Torhüterin Mona Schiller trug mit ihren Paraden dazu bei, dass die Partie nach der Pause wesentlich ausgeglichener verlief.
Bemerkenswert: Während die erste Hälfte mit zehn Toren Differenz verloren ging, entschieden die favorisierten Allacherinnen den zweiten Durchgang nur noch mit 12:10 für sich. Gerade diese deutliche Steigerung darf den Moosburgerinnen trotz der 18:30-Niederlage Mut machen.
Das Trainerteam ordnete die Auftaktniederlage entsprechend ein: „Für die Spielerinnen ist die Gangart in der Bezirksoberliga eine völlig neue Situation. Da müssen wir uns erst noch zurechtfinden. Im Training werden wir weiter an unserem Tempospiel und an der Aggressivität in der Abwehr arbeiten. Dann können wir dem nächsten Gegner, dem TSV Rohrbach, bestimmt schon mehr auf Augenhöhe begegnen.“
So bleibt trotz des deutlichen Ergebnisses vor allem die Erkenntnis, dass sich die Mannschaft gegen einen körperlich wie spielerisch überlegenen Gegner nicht aufgegeben und nach der Pause klar gesteigert hat. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Gelingt es der SGM, die Nervosität abzulegen und die guten Ansätze aus der zweiten Halbzeit über die gesamte Spielzeit abzurufen, dürfte schon die nächste Partie zeigen, dass die jungen Moosburgerinnen in der Bezirksoberliga Schritt für Schritt Fuß fassen können.
Für die SG Moosburg spielten (Tore/davon 7-Meter):
Mona Schiller (Tor), Lena Damke (5/2), Nina Hattenkofer (4), Raha Rayat-Manesh (4/1), Franzi Koch (3), Lisa Schlecht (1), Lilly Kestner (1), Dette Kerscher, Clara Tobien, Nina Bernitz und Mela Schenk.




