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Sa. 13.11.2021 19:30 - 20:30

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So. 14.11.2021 9:30 - 10:30

Interview Teil 2 - Herren1 Trainer Otto Holländer

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Hallo Otto. Vielen Dank, dass du dich zum Interview zur Verfügung stellst! Erst einmal vorab: Wie geht es dir?

 OH: Gesundheitlich ist alles gut, ich werde regelmäßig bei den Besuchen bei meinem Vater im Altenheim getestet. Arbeitstechnisch bin ich weiterhin in Kurzarbeit – wie viele andere ja auch. Auf jeden Fall geht mir der Handball wirklich ab. Wir hatten eine tolle Vorbereitung mit guten Testspielen. Schade, dass wir das nicht in der Runde zeigen konnten. Wir müssen das so hinnehmen, hoffentlich ist ab Sommer wieder etwas möglich.

Wie ist deine Meinung zum Abbruch der Handball-Saison im Amateurbereich des BHV?

OH: Aus meiner Sicht war das die richtige Entscheidung. Allein schon aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ist das in der aktuellen Situation unumgänglich. Aber selbst, wenn man jetzt wieder spielen dürfte, gäbe das ein total verzerrtes Bild aufgrund der fehlenden Vorbereitung. Die Ergebnisse wären quasi eine reine Glückssache. Ich bin froh über die Entscheidung, dann gab es dieses Jahr halt keine Saison.

Wie geht es weiter? Bleibst du uns als Herrentrainer erhalten?

OH: Ich bleibe in jedem Fall, ich bin ja erst kurz da! Ich bin hochmotiviert für die neue Saison, die dann hoffentlich auch kommt. Da machst du viel in der Vorbereitung und kannst es dann nicht umsetzen. Meine Motivation ist mindestens genauso groß wie vor der letzten Spielzeit, eher sogar noch größer. Ich möchte hier mit der SGM noch stärker zurückkommen, als wir im Herbst aufgehört haben.

Nimmst du aus der Coronakrise etwas für dich persönlich mit?

OH: Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, dass die eigene Gesundheit das Wichtigste im Leben ist. Man muss aber beachten, dass man anderes genauso für ein lebenswertes Dasein braucht. Sei es nun ein Urlaub, eine Shoppingtour, ein Restaurantbesuch. Oder, um von den materiellen Dingen wegzukommen, Zweisamkeit mit dem Partner oder einfach Zeit mit Familie und Freunden. Als soziale Wesen brauchen wir nun einmal die Gemeinschaft mit anderen Menschen für die Psyche.

Aktuell kann man sich ja nur schwerlich in den Hallen im Umkreis herumtreiben. Verfolgst du dafür die Bundesliga und die Champions League?

OH: Wenn die Möglichkeit da ist, schaue ich das gerne an. Mit Corona ist natürlich alles etwas anders. Es fehlen die Fans, die Stimmung. Interessant finde ich, analytisch an die Spiele heranzugehen und diese auch bewusst nach taktischen Gesichtspunkten anzusehen.

Was sagst du zum WM-Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft und wie schätzt du die Olympia-Chancen nach der erfolgreichen Qualifikation ein?

OH: Bei der WM hat man gesehen, wie wichtig ein eingespielter Innenblock ist. Dort hat uns natürlich eine Menge Routine gefehlt. Der zwölfte Platz klingt auf dem Papier natürlich erst einmal nicht so gut, aber mit etwas mehr Wurfglück beispielsweise gegen Ungarn oder Spanien wäre auch viel mehr drin gewesen. Grundsätzlich ist die Weltspitze bei Handball recht eng – viel enger als beim Fußball. Es kommt mehr auf die Tagesform an und oftmals entscheiden die letzten zehn Minuten oder gar nur ein oder zwei Aktionen über Sieg oder Niederlage. Für die olympischen Spiele – so sie denn stattfinden werden – ist aus meiner Sicht alles drin. Jede teilnehmende Nation hat ein paar Entscheidungsspieler und es kommt darauf an, wie diese dann drauf sind. Extrem entscheidend ist die Performance der Torhüter. Das Team, dessen Torwart mehr freie Bälle wegnimmt, geht meistens als Sieger hervor. Das gilt aber für jedes einzelne Spiel.

Vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe, dass wir uns bald hoffentlich alle wieder in der Halle sehen können!

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